Undtot - Kapitel 7: Don´t Miss!

Langsam schob er sich um die Ecke und linste in das Büro. Bis auf diesen riesigen Hünen direkt am Gitter konnte er niemanden ausmachen, abgesehen von Vivian natürlich. Es beruhigte ihn ein wenig dass es nur einer war, aber damit war das Problem noch nicht aus der Welt.
Ich werde ihn ablenken. Achte nur darauf, dass du mich dieses mal nicht auch wieder erwischst.“, sie grinste ihn an und sein Blick viel sofort auf die Beule an ihrer Stirn.
Hey, Jerry.“, sie näherte sich den Gitterstäben, sodass Jerry fast an sie ran kam. Wütender und wütender versuchte er nun sie durch die Gitterstäbe hindurch zu beißen.

Undtot - Kapitel 5: In der Höhle des Löwen

Hey, Kleiner. Alles wird gut. Hier drin kann uns keiner etwas tun“, der übergewichtige schwarze Wachmann, komplett in eine relativ schlecht sitzende blaue Uniform gekleidet, der auf einem Drehstuhl am Schreibtisch saß sprach mit solcher Zuversicht, dass man ihm fast Glauben schenken konnte. Ben jedenfalls tat dies. Er war erst sieben Jahre alt und deswegen noch sehr leicht zu beeinflussen. Und sein Gegenüber nutzte das aus um ihrer beider Überlebenswillen zu stärken.
Mike, du brauchst mich nicht aufzumuntern. Ich habe schon mal solche Filme gesehen.“, er nestelte an seiner aufgerissenen Hose herum. „Und wenn sie doch rein kommen? Es sind doch so viele!“, er nahm seine Brille ab und drückte an dem Verband rum, der über seinem linken Auge war. Mike bewegte sich trotz seiner Fülle erstaunlich schnell und packte Ben´s Hand.
„Wie oft soll ich es dir noch sagen? Nimm die Hände weg von deinem Auge. Das kann sonst nicht heilen!“, er ließ ihn wieder los und war selbst erstaunt über seine Härte. Vielleicht lag es an ihrer fast schon ausweglosen Situation.

Undtot - Kapitel 4: Wie ein Tier im Zoo

Als Vivian wieder wach wurde, hatte die Dämmerung bereits eingesetzt. Vom Sheriff oder seinen Männern fehlte jede Spur. Sie stand auf und vertrat sich ein wenig die Beine. In der kleinen Schüssel am Boden klebten einige Essensreste, denen sie sich nicht hingeben wollte, auch wenn ihr Magen noch so sehr knurrte. Auch das Wasser aus der Plastikflasche war nicht mehr das frischeste, aber das war ihr egal. Sie leerte die halbe Flasche in einem Zug und ließ einen leisen Rülpser hören. Den Rest kippte sie sich über den Kopf und ins Gesicht. Sichtlich erfrischt stieg sie aufs Bett um aus dem kleinen Fenster an der Rückwand der Zelle zu schauen. Die Straßen waren leer, was ihr äußerst merkwürdig vorkam, schließlich war heute Sonntag Abend. Und wenn Exeter sonst nichts zu bieten hatte, dann doch wenigstens trinkfreudige junge Leute, die jeden Samstag nutzten um im Pub die Sau raus zu lassen. Sie konnte zwar die Eingangstür zum Pub von hier aus nicht sehen, aber die hinteren Fenster waren nur schwach beleuchtet. Dort standen eigentlich die Billardtische, und die Lampen über den Tischen hätten eigentlich viel heller sein sollen. Das Licht wirkte auch seltsam flackernd, fast wie in einem Kamin. Sie brauchte ein paar Sekunden, bis sie realisierte, dass es ein Feuer war das dort brannte.
Scheiße! FEUER!“, schrie sie und drehte sich um.
Sheriff, der Pub brennt.“ 

Undtot - Kapitel 3: Für den kleinen Hunger

Mrs. Millers Kopf zerplatzte förmlich beim Aufprall des Feuerlöschers, aber er machte sich keine Gedanken darum, denn Sam hatte seinen Kopf schon fast durch das kleine Zwischenfenster gedrückt und kam ihm verflucht nahe.
Robert schnallte sich ab und landete unsanft auf den Beinen von Mrs. Miller. Laut knackten ihre Beine als er mehrere Knochen durchbrach, er selbst blieb unverletzt. Bis auf einige blaue Flecken ging es ihm gut. Von draußen drang noch immer ein klopfendes Geräusch zu ihm und am Fenster zeichnete sich ein roter Kreis ab, wo anscheinend immer wieder ein Kopf an das Fenster schlug. 

Undtot - Kapitel 2: Was vom Abend übrig bleibt

Müde drehte sich Vivian von einer Seite auf die andere. Sie hatte in der letzten Nacht kaum geschlafen. Dies war aber auch kaum möglich, denn die Pritschen in der Ausnüchterungszelle waren sehr sehr unbequem. Sie konnte sich noch ungefähr daran erinnern, wie sie dahin kam. Es musste was mit der Bar zu tun haben, in der sie gestern nach der Arbeit gelandet war.
Mit schrecken löste sich der Nebel vor ihrem geistigen Auge. Unter anderem wurde ihr nun klar, weshalb sie ihren Job geschmissen und zu Pete und Jonny in den Pub gefahren war. Auch der Typ der ihr an den Po gefasst hatte, tauchte vor ihrem geistigen Auge auf.
Vielleicht wäre es ratsamer gewesen sich erst umzudrehen, um zu schauen wer sie belästigt hatte, statt ihm direkt das Bierglas über den Schädel zu ziehen. Aber für Reue war es zu spät. Auch der Sohn vom Sheriff musste lernen, dass er nicht über dem Gesetz stand. Theoretisch jedenfalls. Sein Vater war da anderer Ansicht, weshalb sie nun hier lag und sich ihrer rasenden Kopfschmerzen bewusst wurde.
Hey, Sheriff! Ich bin jetzt wach und möchte noch einmal über meine Haftbedingungen verhandeln.“

Undtot - Kapitel 1: Der Anfang vom Ende

Ein paar Wochen zuvor.

Der Himmel war wolkenverhangen über Rom an diesem Tag. Und er passte hervorragend zu der Stimmung von Bischof DiMarco. Der Bischof war ein eher kleiner Mann mit lichtem Haar welches schon sehr ergraut war und er trug seinen Mantel bis ganz oben zugeknöpft. DiMarco war nicht gern der Überbringer schlechter Nachrichten aber es war nun einmal seine Aufgabe als Leiter der Gemeinschaft für die Erhaltung des Mythos – des Mythos von Christi Auferstehung. Er arbeitete nun schon so lange für die GEM, doch nun stand alles vor dem Aus. Seit mehr als 475 Jahren kümmerte sich die Gemeinschaft nun um die Aufrechterhaltung, in letzter Zeit mit fortschreitender Technik jedoch wurde die Arbeit zusehends erschwert. Die Menschen vertrauten der Kirche nicht mehr uneingeschränkt, vieles versuchten sie durch die Wissenschaft zu widerlegen. Eine der letzten Bollwerke war in diesem Fall das Turiner Grabtuch. Zuvor schon sehr oft untersucht worden, gab es in jüngster Vergangenheit zuhauf die Verschwörungstheoretiker, die behaupteten, bei der Vergabe der Probe zur Kohlenstoffdatierung hatten die Mitarbeiter absichtlich die Proben vertauscht um die Kirche in ein schlechtes Licht zu rücken. Vor zwei Wochen schalteten sich dann mehrere Kardinäle in die Diskussion ein. Mächtige Kardinäle, die einen großen Einfluss auf den Papst ausübten. Eine erneute Kohlenstoffdatierung im Live-Fernsehen sollte endlich die absolute Klarheit bringen. Und genau dies war die Tragödie, die Bischof DiMarco verhindern musste.
Aber wie konnte er Kardinal Beinert nur erklären, dass es wirklich eine Verschwörung gegeben hatte und seine Organisation selbst damit zu tun hatte. Beinert, der eher wie ein typischer fülliger Politiker à la Kohl, mit lichtem Haar und Brille, aussah und sich zuweilen auch oft so verhielt war einer der engsten Vertrauten des Papstes. Manche sahen in ihm schon den nächsten Anwärter für das höchste Amt der Kirche, denn der Papst litt an Krebs und hatte wahrscheinlich nicht mehr allzu lang zu leben. Das wussten allerdings nur die wenigsten.

Undtot - Prolog: Oh oh, here she comes

Sind wir denn bald da?“
Die Frage riss Robert aus seinen Gedanken und ließ ihn wieder im Wagen ankommen. Gerade noch hatte er darüber nachgedacht, dass er für sein Alter gar nicht so schlecht in Form war. Klar, es zeigte sich ein kleiner Bauchansatz und seine Haare waren schon ein wenig grau, aber das war normal in seiner Familie. Deshalb trug er sie ein wenig zu einem Irokesen gegelt, denn zu alt wollte er auch nicht wirken. Der 2-Wochen-Hipster-Bart, den er schon vor den Hipstern getragen hatte, tat da sein übriges nicht wie über 30 zu wirken. Und es waren schließlich noch zwei Monate bis er das war.
Der Wagen, ein großer Ford Krankentransportwagen, war fast schon ein rollendes Krankenhaus. Aber nur fast, denn anders als im Krankenhaus war hier alles auf Luxus ausgelegt. Die Amerikaner hier in Kalifornien, im Westen der USA, waren besessen vom Luxus und deshalb war Robert vor drei Monaten auch aus Deutschland hierher gekommen. Noch fehlten ihm die Lizenzen selbst zu fahren, aber selbst der Verdienst als Beifahrer war unschlagbar.
Die Landschaft außerhalb des Ford war trist. Sandig, karg und viel zu warm für Roberts Verhältnisse. Ob er sich wohl je an das Klima hier gewöhnen konnte? Er drehte sich vom Fenster weg und sah durch die kleine Scheibe nach vorn zu seinem Fahrer Sam. Auf dem Navi waren es nur noch ein paar Meilen, ungefähr noch 30 Minuten Fahrtzeit. Viel länger würde er es auch nicht mehr aushalten.

Undtot - Kapitel 6: Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!

Lange nach den ersten Sonnenstrahlen war Robert wach. Er schnallte sich ab und kletterte noch höher um sich einen Überblick zu verschaffen. In der Ferne konnte er den Highway sehen und er überlegte, ob er dort vielleicht einen fahrbaren Untersatz finden konnte, mit dem er seinen Weg fortsetzen konnte. Bei näherem Hinsehen musste er jedoch feststellen, dass sich auch dort einige von den Viechern befanden. Ohne eine Waffe würde er sich ihnen nicht mehr in den Weg stellen. Diesmal jedoch musste es etwas handlicheres als ein Feuerlöscher werden.
Er ließ seinen Blick schweifen und fand in der entgegen gesetzten Richtung eine Stadt, nicht allzu weit von ihm entfernt, die gleiche die er gestern Abend gesehen hatte. Wenn er sich am südlichen Rand der Stadt heranschleichen würde, wäre er durch die Lagerhallen im Industriegebiet geschützt. Auch dort würden bestimmt welche von ihnen lauern, aber es war einen Versuch wert. Hunger und Durst brachten ihn sonst um.

Robert brauchte länger als er gedacht hatte, da er immer wieder hinter Ecken warten musste bis der Weg frei war. Der Weg zog sich ewig lang und die Sonne brannte fürchterlich. Das er seit dem Mittag des Vortages nichts getrunken und gegessen hatte, half ihm in keinster Weise.
Schon von weitem konnte er die ersten Viecher dabei beobachten, wie sie ziellos vor Fensterscheiben liefen oder langsam durch die Straßen taumelten. Von einem Auto zum anderen sprintend bewegte er sich vorwärts. Früher oder später würde ein falscher Schritt ihn verraten, daher musste er sich beeilen. Wenn er es richtig sah, gab es leider keinen Waffenladen in der Stadt und um alle Häuser zu durchsuchen hatte er keine Zeit. Der Gedanke es doch beim Highway zu versuchen verfestigte sich gerade, als er eine Bewegung hinter einem vergitterten Fenster sah. Das sehr kleine Gebäude, gerade einmal so groß wie eine kleine Tankstelle, war komplett vergittert und davor parkten zwei Polizeiautos. Es musste das Büro des Sheriffs der Stadt sein. Belagert wurde es jedoch von nicht weniger als sieben von diesen Gestalten. Ob es überhaupt ein Mensch dort drinnen war, konnte er nicht einmal sagen, aber es war ein Versuch wert dort eine Waffe zu finden.

Aus der Mauer neben sich brach er einen Stein heraus, faustgroß und schwer. Er war nie der beste Werfer gewesen, ganz im Gegenteil, doch bevor er sein Leben für irgend wen riskierte, wollte er zumindest wissen ob es ein Mensch war.
Es waren gut 30 Meter die er zu überbrücken hatte. 30 Meter und dann ein Ziel das so groß war wie ein Fernseher – das kleine Blechschild neben der Tür. Wer auch immer dort drinnen war, würde sich schon nach dem Krach bemerkbar machen.
Mit voller Kraft flog der Stein in hohem Bogen seinem Ziel entgegen und er hätte es auch fast getroffen, wenn nicht im letzten Moment eines der weiblichen Dinger seinen gewohnten Platz verlassen hätte. Den Kopf direkt vor dem Schild fing sie den Stein mit ihrer Nase. Es war ein schmatzendes Geräusch zu hören, als der Stein in ihrem Gesicht stecken blieb. Langsam sackte sie zusammen und die anderen unterbrachen für ein paar Sekunden ihr Tun, bevor sie wieder ihren Beschäftigungen nachgingen.
Fluchend brach Robert einen weiteren Stein aus dem Mauerwerk. Auch dieser flog in hohem Bogen, leider nur bedingt in die richtige Richtung. Etwa zwei Meter neben dem Schild flog er zwischen den Gitterstäben in den dahinter liegenden Raum. Ein 'Klonk' war zu hören, gefolgt von Gepolter und Geschrei.

Verdammte Scheiße!“, rief Vivian und trat ans Fenster, während sie sich den Kopf hielt. „Wer zur Hölle..“, abrupt wurde sie ruhig, als sie auf der gegenüber liegenden Seite einen Mann sah. Flehend blickte sie ihn an und realisierte, in welcher Situation sie sich befand. Direkt vor dem Gebäude bewegten sich sechs dieser Wesen. Eines lag mit einem Stein im Kopf vor ihr.
Werfen ist nicht ihre Stärke, oder?“, sofort fingen alle Wesen auf der Straße an wild zu werden.
Haben sie ein Handy? Rufen sie Hilfe, verdammt!“
Er antwortete nichts, sondern machte nur eine Telefonhörergeste und danach das Zeichen für eine durchgeschnittene Kehle. Er wollte die Dinger nicht auf sich aufmerksam machen, bevor er nicht einen Plan hatte.
Auch sie bemerkte, was er vor hatte und schaute sich genauer um, ob sie ihm irgendwie helfen konnte.
Die sechs vorm Haus haben sie ja bereits gesehen. Aber hier drin bei mir ist noch einer, direkt vor der Zelle.“, sie konnte nicht abschätzen in wie weit er die Situation missverstehen würde, dass sie dort eingesperrt war. „Wäre schön wenn sie mich hier irgendwie hier raus holen könnten. Ich bin übrigens Vivian.“ Der Mann zeigte ihr ein 'Daumen-Hoch' und zog sich zurück.

Robert ging die Straße geduckt zurück, bis zu einem kleinen Kiosk. In den letzten zwei Minuten hatte er einen Plan entwickelt, dieser war nicht gut, aber der einzige den er hatte. Drei Flaschen Spiritus, ein paar Sturmfeuerzeuge, eine Dose Cola und ein Schokoriegel landeten in einer Plastiktüte. Für seinen Plan hatte er sich das Dach des Hotels auserkoren. Von dort hatte er eine gute Übersicht und den nötigen Abstand zu den Dingern, damit er in Ruhe über die Feuerleiter fliehen konnte.
Er sprintete zu dem Hoteleingang und vergewisserte sich, dass niemand anwesend war. Das Treppenhaus war direkt neben dem Empfang und sehr breit geschnitten. Eines von den Dingern konnte er nicht entdecken und so machte er sich langsam und vorsichtig, darauf bedacht keine Geräusche zu machen, auf den Weg nach oben. Im Hotel selbst befand sich außer ihm niemand, zumindest war er auf dem Weg hier hoch niemandem begegnet.

Auf dem Dach angekommen griff er in die Tüte und holte Schokoriegel und Cola raus, die Frau hinter den Gittern guckte ihn verständnislos an, doch er brauchte erst einmal eine Stärkung. Während er auf dem Sims hockte ging er in Gedanken noch einmal seinen Plan durch. Er wollte zwei der drei Flaschen öffnen und zwischen die Dinger werfen. Die dritte würde er zum Teil entleeren und zu einem Molotowcocktail umbauen. Sie würden alle verbrennen und er konnte in Ruhe runter gehen und die Frau befreien. Den einen, der direkt vor ihrer Zellentür warten würde müsste er mit irgend etwas aus nächster Nähe umhauen, aber das würde schon klappen.
Mit Schwung warf er die erste Flasche planmäßig direkt in die Mitte. Im Flug verteilte sich schon ein wenig des Inhaltes über die Anwesenden. Die zweite Flasche traf ebenso gekonnt ihr Ziel und rollte zwischen den Füßen hindurch. Die durchsichtige Flüssigkeit tränkte den Boden und die Viecher verwischten sie mit ihren Füßen. Er goss ein wenig aus der dritten Flasche und steckte einen seiner Handschuhe hinein, die er normalerweise zum Tragen besonders schwerer Patienten nahm. Froh, dass er einige Feuerzeuge eingesteckt hatte, warf er mehrere die nicht funktionierten über den Rand des Hauses. Als der Handschuh endlich brannte, holte er noch einmal schwungvoll aus und schickte die Flasche auf Reisen. Der Plan war ihm mehr als perfekt geglückt, denn die Dinger fingen nach und nach alle Feuer. Robert setzte sich und beobachtete das Schauspiel. Sechs lebende Kerzen taumelten vor dem Haus herum und ließen sich nicht das geringste anmerken. Sie waren tot, ganz sicher, aber irgendwie doch nicht. Nicht-tote , oder Untote, ja, das passte gut – fand Robert.

Auf die harte Tour lernte Robert nach ein paar Minuten nun die wichtigste Regel im Umgang mit Untoten.
Es gab nur eines was schlimmer war als Untote und das waren brennende Untote. Der Plan war total gescheitert. Die Zeit lief gegen ihn, irgendwann würden die Lichter andere Untote anlocken. Vivian schaute ihn halb hysterisch und halb belustigt an und er fing an zu lachen. Zum ersten Mal seit Stunden ließ er seinen Gefühlen freien Lauf und lachte herzhaft und lange, bis ferne Stimmen an sein Ohr drangen. Es war Vivian, die ihm etwas zu rief.
Sie kommen!“, schrie sie ihm entgegen. Er brauchte eine gefühlte Ewigkeit, bis er merkte wen sie meinte. Die brennenden Untoten waren nicht mehr auf der Straße und eine Flammenspur führte geradewegs zum Eingang des Hotels. Auch andere, weiter entfernte zogen durch das Flammenmeer zum Eingang des Hotels.
So schnell er konnte lief er zum Treppenhaus und schaute nach Unten. Sie waren schon zwischen dem ersten und zweiten Stock, nur noch wenige Meter bis sie bei ihm waren. Er knallte die Tür zu und stellte eine Eisenstange, die bestimmt die Raucher des Hotels genutzt hatten um die Tür offen zu halten, unter die Klinke. So würden sie zumindest eine Zeit lang brauchen, bis sie auf dem Dach waren. Robert schwang seine Beine über den Sims und stieg die Feuerleiter hinab. Als er unten war und die Straße überquerte sah er wie sich die immer noch brennenden Untoten, die das gesamte Hotel angezündet hatten, auf dem Dach versammelten. Einfach einen Schritt nach dem anderen, stiegen sie alle nach einander vom Dach ins leere und klatschten auf dem Boden auf, wie Lemminge. Vivian´s Lachen wurde immer lauter.